Philodendron

Der Philodendron, auch als Baumfreund bekannt, gehört zur Familie der…

Der Philodendron, auch als Baumfreund bekannt, gehört zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Mit über 600 anerkannten Arten gilt er als die zweitgrößte Gattung innerhalb dieser Familie nach dem Anthurium. Der Name Philodendron leitet sich von den griechischen Wörtern „philo-“ für Liebe und „dendron“ für Baum ab.

Herkunft und Geschichte

Der Philodendron stammt ursprünglich aus den tropischen Regionen Südamerikas. Seit seiner Entdeckung hat er sich zu einer der beliebtesten Zimmerpflanzen weltweit entwickelt. Die Gattung wurde zuerst im 19. Jahrhundert von europäischen Botaniker erforscht und durch ihre Widerstandsfähigkeit gegen verschiedene Umweltbedingungen schnell populär.

Botanische Merkmale

Philodendren sind extrem vielgestaltig und für ihre Vielfalt an Wachstumsformen bekannt. Sie können als Epiphyten, Hemiepiphyten oder selten auch terrestrisch wachsen. Die zwei Haupttypen von Hemiepiphyten sind primäre Hemiepiphyten, die ihr Leben hoch oben im Blätterdach beginnen, und sekundäre Hemiepiphyten, die in Bodennähe sprießen und schließlich hochklettern können. Die Blätter variieren erheblich in Form und Größe, häufig sind sie glänzend und besitzen eine ledrige Textur.

Blüten

Die Blüte ist eher selten und besteht aus einer Spatha und einem Spadix. Ein faszinierendes Merkmal ist die Wärmeerzeugung während der Blüte, die bestimmte Bestäuber anlockt.

Standort & Boden

Als tropische Pflanze bevorzugt der Philodendron helle, aber indirekte Lichtverhältnisse und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Eine Temperatur zwischen 18 und 22 Grad Celsius ist ideal. Der Boden sollte durchlässig und leicht sauer sein, also ein pH-Wert von 5,5 bis 6 ist optimal.

Pflegepraxis

Gießen

Philodendren benötigen gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit. Es ist wichtig, Staunässe zu vermeiden. Im Sommer empfehlen sich Wassergaben alle 3 bis 5 Tage. Kleinere Pflanzen profitieren auch von der Tauchmethode, bei der der gesamte Wurzelballen mit Wasser gesättigt wird.

Düngen

Ein Grünpflanzendünger wird von Frühling bis Herbst wöchentlich angewandt, im Winter einmal monatlich. Düngestäbchen bieten eine praktische Alternative und versorgen die Pflanze für bis zu 3 Monate mit Nährstoffen.

Schneiden und Umtopfen

Eine regelmäßige Formgebung und Umtopfen alle ein bis zwei Jahre tragen zum gesunden Wachstum bei. Neue Erde enthält frische Nährstoffe, die das Wachstum fördern und die Pflege insgesamt erleichtern.

Krankheiten & Schädlinge

Obwohl generell robust, können Spinnmilben und Schildläuse bei unpassenden Bedingungen auftreten. Regelmäßige Inspektionen und das Besprühen der Blätter mit kalkfreiem Wasser sind bewährte Maßnahmen, um Schädlinge zu verhindern.

Vermehrung

Die Vermehrung erfolgt meistens durch Stecklinge oder Abmoosen. Dabei ist das Frühjahr die bevorzugte Zeit für diese Tätigkeit. Stecklinge sollten idealerweise mindestens zwei Blätter besitzen und in Wasser oder einem angefeuchteten Substrat Wurzeln treiben.

Verwendung

Philodendren sind dekorative Blattschmuckpflanzen und werden gerne zur Innenraumbegrünung eingesetzt. Einige Arten eignen sich besonders für Wintergärten oder als Solitärpflanzen im Bad.

Hinweise und Tipps

Um die Luftfeuchtigkeit für den Philodendron zu erhöhen, kann das gelegentliche Besprühen der Blätter oder die Nutzung eines Luftbefeuchters hilfreich sein. Ein Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung beugt Blattverbrennungen vor.

Häufige Fragen

  • Ist Philodendron giftig? Ja, der Milchsaft kann Hautreizungen verursachen und sollte nicht in Reichweite von Kleinkindern oder Haustieren sein.
  • Wie oft sollte ich meinen Philodendron gießen? Alle 3 bis 5 Tage, abhängig von Licht und Temperatur.
  • Kann ich Philodendron als Hydrokultur ziehen? Ja, achte dabei darauf, dass der Wasserstandsanzeiger nur das Minimum zeigt.
  • Wann ist die beste Zeit zum Umtopfen? Im Frühjahr, um die Pflanze optimal mit Nährstoffen zu versorgen.

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