Feigenbaum

Der Feigenbaum, wissenschaftlich bekannt als Ficus carica, ist ein beeindruckendes…

Der Feigenbaum, wissenschaftlich bekannt als Ficus carica, ist ein beeindruckendes Gewächs der Familie der Maulbeergewächse (Moraceae). Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum sowie West- und Südostasien stammend, gehört der Feigenbaum zu den ältesten kultivierten Nutzpflanzen und trägt bis heute schmackhafte Früchte zur menschlichen Ernährung bei.

Herkunft und Geschichte

Ursprünglich aus Kleinasien und den Mittelmeerregionen, hat sich der Feigenbaum im Laufe der Jahrhunderte durch menschliche Kultivierung über die ganze Welt verbreitet. In der Antike schätzte man seine Früchte hoch, und der Baum spielte eine wichtige Rolle in der Ernährung und Landeskultur des Mittelmeerraumes. Heute findet man den Feigenbaum in vielen warmen Regionen der Welt, wo er sowohl in Gärten als auch in kommerziellen Plantagen angebaut wird.

Botanische Merkmale

Der Feigenbaum kann als Strauch oder Baum bis zu 10 Meter hoch wachsen, wobei seine glatte, weiße Rinde und die großen, dunkelgrünen Blätter charakteristisch sind. Die Blätter sind tief gelappt und verströmen bei Berührung einen angenehmen Duft. Die eigentlichen Früchte, sogenannte Syconien, entwickeln sich aus einem hohlen Blütenstand. Diese Früchte reifen von einem anfänglichen Grün zu einem intensiven Violett oder Braun und sind im Inneren saftig sowie mit kleinen Samen gefüllt.

Standort und Boden

Feigenbäume gedeihen am besten in sonnigen, windgeschützten Lagen mit gut durchlässigen, lehmigen oder kalkhaltigen Böden. Obwohl sie eine Vielzahl von Bodentypen tolerieren, vermeiden sie Staunässe und gedeihen nicht an sehr windigen oder schattigen Standorten. Eine gleichmäßige Wasserversorgung und ein Standort, der Wärme speichert, fördern die Fruchtausbildung.

Pflegepraxis

Gießen

Vor allem in den ersten Standjahren benötigt der Feigenbaum regelmäßige Wassergaben. Dabei sollten große Mengen im Abstand statt häufiger kleiner Wassergaben bevorzugt werden, um die Wurzeln zum Wachstum anzuregen. Ältere Bäume sind widerstandsfähiger gegen Trockenheit.

Düngen

Feigenbäume benötigen ab dem zweiten Standjahr jährliche Düngergaben, wobei organische Dünger bevorzugt werden sollten, die die Bodenqualität erhalten und fördern. Kübelpflanzen benötigen häufigere Düngergaben, um das begrenzte Erdvolumen auszugleichen.

Schneiden

Ein regelmäßiger Rückschnitt ist für den Feigenbaum nicht notwendig, außer um störende oder tote Zweige zu entfernen. Ein Formschnitt erfolgt am besten im Frühling, bevor der Laubaustrieb einsetzt.

Krankheiten und Schädlinge

Der Feigenbaum ist grundsätzlich robust, aber unter ungünstigen Bedingungen können Spinnmilben oder der Feigen Mosaik Virus auftreten. Diese sollten durch Verbesserung der Standortbedingungen und gegebenenfalls durch den Einsatz von Pflanzenstärkungsmitteln behandelt werden.

Vermehrung

Feigenbäume lassen sich einfach durch Stecklinge vermehren. Diese sollte man im Frühling schneiden und in Wasser oder Anzuchtsubstrat bewurzeln lassen.

Verwendung

Der Feigenbaum ist sowohl im Garten als auch in Kübelkulturen ein beliebtes Zier- und Nutzgehölz. Die süßen Früchte werden sowohl frisch als auch getrocknet genossen und passen hervorragend zu einer Vielzahl von Desserts. Die großen Blätter und der malerische Wuchs machen die Feige zudem zu einem attraktiven Element in der Gartengestaltung.

Hinweise, Tipps und Ratschläge

Sorge für eine gute Drainage, um Staunässe zu vermeiden, und achte auf ausreichend Winterschutz in kälteren Regionen, um Frostschäden zu verhindern.

Häufige Fragen

Ist ein Rückschnitt notwendig?

Ein Rückschnitt ist nicht zwingend notwendig, kann jedoch durchgeführt werden, um die Form des Baumes zu kontrollieren und Totholz zu entfernen.

Wie oft trägt der Feigenbaum Früchte?

Unter optimalen Bedingungen kann der Feigenbaum bis zu dreimal jährlich Früchte tragen, wobei der Fruchtertrag im Sommer am höchsten ist.

Gibt es verschiedene Feigensorten?

Ja, es existieren zahlreiche Sorten, die sich in Fruchtfarbe, Geschmack und Frosttoleranz unterscheiden. Bekannte Sorten sind beispielsweise ‚Brown Turkey‘ und die ‚Pfälzer Fruchtfeige‘.

Kann der Feigenbaum im Topf kultiviert werden?

Ja, Feigenbäume eignen sich hervorragend für die Kübelkultur, insbesondere in Regionen mit kalten Wintern, wo sie leichter überwintert werden können.

Wie kann der Feigenbaum vermehrt werden?

Die Vermehrung erfolgt am besten durch Stecklinge, die leicht Wurzeln bilden und zu neuen Pflänzchen heranwachsen.

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