Holunder

Der Holunder, bekannt unter dem botanischen Namen Sambucus, gehört zur…

Der Holunder, bekannt unter dem botanischen Namen Sambucus, gehört zur Pflanzenfamilie der Adoxaceae. Diese Gattung umfasst zwischen 20 und 30 Arten von Blütenpflanzen, die überwiegend als schnellwachsende Sträucher oder kleine Bäume auftreten. Sie erreichen typischerweise eine Höhe von 3 bis 10 Metern. Einige Arten sind auch krautige Pflanzen von 1 bis 2 Metern Höhe.

Herkunft und Geschichte

Die Holunderarten sind in gemäßigten bis subtropischen Regionen weltweit verbreitet, wobei sie im nördlichen Hemisphäre häufiger anzutreffen sind. In Europa, Asien und Nordamerika sind verschiedene Arten heimisch. Der Name Sambucus leitet sich aus dem altgriechischen Wort ’sambū́kē‘ ab, einem antiken Blasinstrument, welches aus den hohlen Zweigen gefertigt wurde.

Botanische Merkmale

Die gegenständig angeordneten Blätter des Holunders sind gefiedert und bestehen aus 5 bis 9 Blättchen. Im späten Frühling bis zum frühen Sommer zeigen die Holundersträucher ihre großen Blütenstände mit kleinen weißen oder cremefarbenen Blüten. Diese werden zu Beeren in Grün, die später schwarz, blauschwarz oder rot reifen. Einige seltene Arten zeigen auch gelbe oder weiße Früchte.

Wuchs und Besonderheiten

Holunder wächst in offenen Landschaften und neigt dazu, sich schnell zu vermehren. Sein schnelles Wachstum und die Anpassungsfähigkeit an verschiedene Bodentypen machen den Holunder zu einem beliebten Strauch in wilden und bebauten Gebieten gleichermaßen.

Standort und Bodenansprüche

Holunder ist eine anpassungsfähige Pflanze, die in fast jedem Boden gedeiht, solange genügend Licht vorhanden ist. Optimale Bedingungen findet der Holunder in sonnigen bis halbschattigen Lagen, wobei er auf frischen bis feuchten, nährstoffreichen Böden am besten wächst.

Kultivierung und Pflege

Die Pflege eines Holunders erfordert überschaubare Maßnahmen. Das regelmäßige Gießen während trockener Phasen in den ersten Jahren nach der Pflanzung ist sinnvoll. Eine ausgewogene Düngung zu Beginn des Frühlings unterstützt das Wachstum und die Fruchtbildung. Ein Rückschnitt kann im Frühjahr erfolgen, um den Strauch in Form zu halten oder ‚auszulichten‘, was eine bessere Blüte zur Folge hat.

Vorsicht bei Krankheiten und Schädlingen

Typisch für den Holunder sind Angriffe durch Blattläuse. Regelmäßige Kontrollen und gegebenenfalls ein Abbrausen der Pflanzen helfen, diese Schädlinge zu kontrollieren. In stark befallenen Fällen können biologische Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden.

Vermehrung

  • Samen: Die Vermehrung durch Samen ist möglich, jedoch bietet die Stecklingsmethode schnellere Erfolge.
  • Stecklinge: Die Vermehrung durch Stecklinge ist eine gängige Praxis und führt zu robusten Jungpflanzen.
  • Teilung: Weniger üblich, aber prinzipiell möglich, bietet sich die Teilung bei älteren Pflanzen an.

Verwendung im Garten

In der Gartengestaltung finden sich Holundersträucher vor allem in ländlichen Gärten und auf Streuobstwiesen. Sie sind nützliche Vögelnährgehölze und werden auch gerne zur Absicherung von Gartengrenzen eingesetzt. Die Blüten und Beeren bieten kulinarische Verwendungsmöglichkeiten wie die Herstellung von Sirupen, Gelees und Säften.

Besonderheiten und Wissenswertes

Die Beeren des Holunders sollten wegen ihres Gehalts an cyanogenen Glycosiden niemals roh verzehrt werden. Das Kochen zerstört die schädlichen Stoffe, sodass die Früchte nach entsprechender Vorbehandlung bedenkenlos genossen werden können.

Häufig gestellte Fragen zu Holunder

  • Was ist der ideale Pflanzzeitraum?
    Der Frühling und der Frühsommer gelten als optimal für die Pflanzung, da die Pflanzen genug Zeit zum Einwurzeln haben.
  • Ist Holunder anspruchslos?
    Ja, Holunder benötigt geringe Pflege und kann sich in verschiedenen Böden etablieren.
  • Kann Holunder in Kübeln gehalten werden?
    Ja, solange der Kübel groß genug ist und für eine gleichmäßige Feuchtigkeit gesorgt wird, lässt sich Holunder auch im Kübel kultivieren.
  • Sind raw Beeren giftig?
    Ja, rohe Beeren sollten nicht gegessen werden, sie können Verdauungsprobleme verursachen.
  • Wie bedürfnislos ist der Standort?
    Holunder ist ausgesprochen anpassungsfähig und gedeiht auch auf nährstoffarmen Böden, solange genügend Wasser und Licht vorhanden sind.
  • Wie hoch wird Holunder?
    Holunder kann bis zu 6 Meter hoch werden, je nach Art und Standort.

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