Alokasie

Die Alokasie, im Volksmund oft Elefantenohr genannt, gehört zur Familie…

Die Alokasie, im Volksmund oft Elefantenohr genannt, gehört zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Diese beeindruckende Pflanze verdankt ihren Namen den großen, schildförmigen Blättern, die je nach Art bis zu 150 cm lang werden können. Mit etwa 90 verschiedenen Arten ist sie hauptsächlich in den tropischen und subtropischen Regionen Asiens und im östlichen Australien verbreitet. In Europa und Nordamerika wird die Alokasie immer beliebter als Zimmerpflanze.

Herkunft und Geschichte

Die ursprüngliche Heimat der Alokasie sind die tropischen Regenwälder Südostasiens, Neuguineas und Queenslands. Ihr, insbesondere in den wärmeren Klimazonen, manchmal auch landwirtschaftlich genutzt. Die Pflanze spielt eine bedeutende Rolle in der Kultur der Austronesier und wurde aufgrund ihres hohen Nährwerts kultiviert und verbreitet.

Botanische Merkmale

Die Alokasie zeichnet sich durch große, herz- oder pfeilförmige Blätter aus, die auf langen Blattstielen sitzen. Die Blüten sind unauffällig und von weißlichen Hüllblättern umgeben. Eine charakteristische Eigenschaft dieser Pflanzen ist die Bildung von Guttationstropfen an den Blättern, welche darauf hinweisen, dass die Pflanze optimal mit Wasser versorgt ist.

Besonderheiten

Vorsicht ist geboten: Die Pflanze enthält Oxalate, die bei Kontakt mit Haut oder Schleimhäuten Reizungen hervorrufen können. Beim Umgang sollten daher Handschuhe getragen werden.

Standort und Boden

Die Alokasie benötigt einen hellen, aber nicht direkt sonnigen Standort. Ideal ist ein Ost- oder Westfenster, wo die Sonnenintensität geringer ist. Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist entscheidend für ihr Wachstum, weshalb sich ein beheizter Wintergarten mit Luftbefeuchter bestens eignet. Als Boden verwendet man am besten eine strukturstabile Grünpflanzenerde mit einem schwach sauren pH-Wert von etwa 5,5 bis 6.

Pflegepraxis

  • Gießen: Die Pflanze verlangt nach einer gleichmäßigen Wasserversorgung. Das Substrat sollte stets leicht feucht gehalten werden.
  • Düngen: Während der Wachstumsperiode von März bis September empfiehlt sich eine wöchentliche Gabe von Flüssigdünger für Grünpflanzen.
  • Umtopfen: Ein jährliches Umtopfen im Frühling ist ratsam, um der Pflanze ausreichend Platz für ihre Wurzeln zu bieten.
  • Schneiden: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, aber abgestorbene Blätter können entfernt werden, um die Pflanze gesund zu halten.

Krankheiten und Schädlinge

Obwohl die Alokasie relativ robust ist, kann sie unter Spinnmilben leiden, insbesondere bei zu trockener Luft. Ein regelmäßiges Besprühen und das Erhöhen der Luftfeuchtigkeit können vorbeugend wirken. Sonnenbrand ist ein weiteres Risiko, daher sollte sie vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden.

Vermehrung

Am effektivsten lässt sich die Alokasie durch Teilung des Rhizoms vermehren. Diese Methode bietet sich beispielsweise beim Umtopfen an, wenn die Pflanze ohnehin aus ihrem Topf genommen wird.

Verwendung

Als dekorative Zimmerpflanze wertet die Alokasie Innenräume merklich auf. Durch ihre beeindruckende Blattstruktur wirkt sie besonders interessant in modernen und exotischen Einrichtungen oder als Highlight in Wintergärten.

Häufige Fragen zur Alokasie

  • Wann sollte man die Alokasie umtopfen? Ein jährliches Umtopfen im Frühjahr ist ideal, da die Pflanze schnell wächst und so ausreichend Platz bekommt.
  • Sind Alokasien giftig? Ja, sie enthalten Calciumoxalate, die hautreizend wirken. Es ist ratsam, Handschuhe zu tragen.
  • Wie oft sollte man die Pflanze gießen? Die Alokasie benötigt eine gleichmäßige Wasserversorgung; der Boden sollte stets leicht feucht, aber nicht nass sein.
  • Können Alokasien im Freien stehen? Ja, jedoch nur bei Temperaturen über 18 Grad Celsius und im Halbschatten.
  • Was tun bei Spinnmilben? Erhöhen der Luftfeuchtigkeit und gründliches Abwaschen der Blätter kann Abhilfe schaffen.

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