Fetthenne

Die Fetthenne, auch bekannt als Sedum, ist eine vielseitige und…

Die Fetthenne, auch bekannt als Sedum, ist eine vielseitige und beliebte Pflanze, die vor allem in gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel anzutreffen ist. Als Mitglied der Dickblattgewächse zeichnet sich die Fetthenne durch ihre saftigen, wasserspeichernden Blätter aus, was sie besonders robust und pflegeleicht macht.

Herkunft und Geschichte

Die Gattung Sedum gehört zur Familie der Crassulaceae und umfasst weltweit circa 400 Arten. Fetthennen sind in den gemäßigten Klimazonen der Nordhalbkugel weitverbreitet, finden sich jedoch auch in den südlichen Hemisphären Afrikas und Südamerikas. Historisch gesehen wurde die Pflanze bereits 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und zählt heute zu den artenreichsten Gattungen ihrer Familie.

Botanische Merkmale

Fetthennen sind durch ihre fleischigen, sukkulenten Blätter und Stängel gekennzeichnet. In der Familie der Crassulaceae gelten sie als besonders formenreich, was sowohl ihre Blattformen als auch die Farben und Größen ihrer Blüten betrifft. Die Blüten sind meistens fünfzählig und können Farben von Gelb über Weiß bis Rosa annehmen. Viele Arten blühen von Juni bis Oktober und bieten damit eine lange Blühperiode.

Standort und Boden

Ein sonniger Standort ist für die Fetthenne ideal. Die Böden sollten gut durchlässig sein, da Staunässe zu Problemen wie Wurzelfäule führen kann. Die Pflanzen bevorzugen eher trockene Böden mit einem neutralen bis leicht sauren pH-Wert von etwa 6,5. Schwere Böden können durch eine Drainageschicht aus Sand oder Kies verbessert werden.

Pflegetipps für die Fetthenne

  • Gießen: Anfangs regelmäßig gießen, später genügt es, nur bei sehr trockenem Wetter zu wässern.
  • Düngen: Sparsam düngen, im Frühjahr reicht eine Gabe eines organischen Düngers.
  • Schneiden: Ein Rückschnitt nach dem Winter fördert neues Wachstum.
  • Umtopfen: Im Topf kultiviert, sollte die Fetthenne alle paar Jahre umgetopft werden.
  • Überwintern: Im Freiland sind keine besonderen Maßnahmen erforderlich, Topfpflanzen sollten etwas geschützter stehen.

Krankheiten und Schädlinge

Fetthennen sind allgemein sehr robust gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Problematisch ist vor allem Staunässe, die zu Wurzelfäule führen kann. Ansonsten sind bei guter Pflege kaum Probleme zu erwarten.

Vermehrung

Die Vermehrung von Sedum kann durch Samen, Stecklinge oder Teilung erfolgen. Stecklinge werden am besten im Frühjahr genommen und in lockere, sandige Erde gesteckt. Die Teilung erfolgt ebenfalls im Frühjahr, wobei der Wurzelballen vorsichtig geteilt wird.

Verwendungsmöglichkeiten

Fetthennen sind ideal für Steingärten, Rabatten, als Bodendecker oder für Dachbegrünungen. Sie eignen sich auch hervorragend für naturnahe Gärten, da sie eine wichtige Nektarquelle für Insekten darstellen.

Tipp: Nutze die Vielfalt der Fetthenne, indem du verschiedene Arten und Sorten kombinierst. So schaffst du abwechslungsreiche und farbenfrohe Pflanzungen.

Häufige Fragen zur Fetthenne

Sind Sedum giftig?

Nein, die Fetthenne ist nicht giftig. Ihre Blätter speichern Wasser, enthalten aber nur sehr geringe Konzentrationen an Alkaloiden.

Wie kann man die Fetthenne vermehren?

Die Vermehrung erfolgt einfach über Teilung, Stecklinge oder Samen.

Kann Sedum als Bodendecker verwendet werden?

Ja, vor allem teppichbildende Arten eignen sich hervorragend als Bodendecker.

Welche Sedum-Sorten sind für den Schnitt geeignet?

Insbesondere Sedum telephium und Sedum spectabile sind als Schnittblumen beliebt.

Sind Sedum für naturnahe Gärten geeignet?

Ja, sie bieten wertvollen Pollen und Nektar für Insekten und können Erosion verhindern.

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