Calla

Die Calla, botanisch als Zantedeschia bekannt, ist eine faszinierende Pflanze,…

Die Calla, botanisch als Zantedeschia bekannt, ist eine faszinierende Pflanze, die sich durch ihre eleganten Blüten und ihre pflegeleichten Anforderungen zur Favoritin vieler Hobbygärtner entwickelt hat. Diese mehrjährigen Pflanzen stammen ursprünglich aus den Sumpfgebieten des südlichen Afrikas und sind mittlerweile weltweit als beliebte Zimmer- und Gartenpflanze verbreitet. Neben der klassischen weißen Blütenfarbe gibt es zahlreiche Züchtungen, die ein breites Spektrum an Farben von Gelb über Rosa bis hin zu Violett bieten.

Herkunft und Geschichte

Der Ursprung der Calla liegt in den feuchten Gebieten des Südlichen Afrikas, wo sie an den Ufern von Flüssen und in Sumpfgebieten gedeiht. Zantedeschia gehört zur Familie der Araceae und ist eng verwandt mit den Aronstabgewächsen, obwohl sie oft mit echten Lilien verwechselt wird. Aufgrund ihrer dekorativen Blüten werden Callas weltweit in Gärten und als Schnittblume in der Floristik verwendet.

Botanische Merkmale

Callas sind rhizomatöse, krautige Pflanzen. Zantedeschia aethiopica kann bis zu 1,2 m hoch werden, während andere Arten, wie Z. rehmannii, nur bis zu 60 cm erreichen und in dichten Klumpen wachsen. Die Blätter sind je nach Art unterschiedlich geformt, von lanzettlich bis herzförmig und meistens dunkelgrün mit Geflecken.

Die Blütenstände der Calla bestehen aus einem auffälligen Hochblatt, der sogenannten Spatha, die einen spitzenförmigen Blütenkolben, den Spadix, umgibt. Die Farben der Spatha reichen von Weiß über Gelb bis hin zu Viola, je nach Art und Sorte.

Standort und Boden

Callas bevorzugen einen hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Während der Vegetationsphase sind Temperaturen zwischen 20 und 22 °C ideal. Die Pflanzen mögen es nicht zu kalt und vertragen keine Zugluft. Ein sorgfältig durchlässiges Substrat mit einem pH-Wert von etwa 6,5 fördert das Wachstum. Sollten Staunässe vermieden werden, empfiehlt es sich, eine Drainageschicht in den Topf zu geben.

Pflegepraxis

  • Gießen: Während der Wachstums- und Blütephase sollten Callas regelmäßig gegossen werden, um das Substrat gleichmäßig feucht zu halten, ohne dass es zu Staunässe kommt.
  • Düngen: In der Wachstumsphase ist ein zweiwöchentliches Düngen mit Blumendünger ratsam. Während der Ruhephase sollte das Düngen komplett eingestellt werden.
  • Schneiden: Abgestorbene Blätter und verblühte Spathen sollten regelmäßig entfernt werden, um die Pflanze gesund zu halten.

Krankheiten und Schädlinge

Callas sind robust, dennoch können bei falscher Pflege Wurzelfäule und Schädlinge wie Spinnmilben auftreten. Vorbeugung ist durch richtige Bewässerung und gelegentliches Abbrausen mit Wasser möglich.

Vermehrung

Die Vermehrung erfolgt meist durch Teilung der Rhizome nach der Ruhezeit. Dabei sollte man sicherstellen, dass jedes Teilstück einen Teil der Knolle mit Wurzelansätzen besitzt.

Verwendung

Callas sind sowohl im Garten als auch in Innenräumen vielseitig verwendbar. Als Kübelpflanze setzen sie elegante Akzente auf Terrassen und Balkonen. Auch als Schnittblume für Sträuße und Gestecke sind sie äußerst beliebt.

Hinweise und Tipps

Für eine reiche Blütezeit empfiehlt es sich, die Calla im Garten in Gruppen zu pflanzen und regelmäßig zu besprühen, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.

Häufige Fragen

  • Warum blüht meine Calla nicht? Mögliche Ursachen sind unzureichende Ruhephasen oder Nährstoffmangel. Achten Sie auf gleichmäßige Feuchtigkeit während der Blütezeit und eine entsprechende Düngung.
  • Wie kann ich Callas nach der Blütezeit pflegen? Während der Ruhephase trocken und kühl lagern. Nach 2-3 Monaten die Knollen erneut einpflanzen.
  • Sind Callas giftig? Ja, alle Pflanzenteile sind schwach giftig und sollten nicht verzehrt werden. Es empfiehlt sich, bei der Pflege Handschuhe zu tragen.
  • Kann ich Callas im Garten überwintern? In unserem Klima sollten Callas lieber aus dem Garten ausgegraben und im Haus überwintert werden.

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