Cymbidien

Cymbidien, auch bekannt als Kahnlippen oder Kahnorchideen, gehören zur Familie…

Cymbidien, auch bekannt als Kahnlippen oder Kahnorchideen, gehören zur Familie der Orchideen und sind für ihre beeindruckenden Blüten und das langanhaltende Blühverhalten bekannt. Diese Pflanzen sind als Zimmer- und Topfpflanzen beliebt und werden auch häufig als Schnittblumen verwendet.

Herkunft und Geschichte

Cymbidien stammen ursprünglich aus Südostasien und Australien. Die natürlichen Lebensräume dieser Orchideen sind tropische und subtropische Gebiete, wo sie als Epiphyten, Lithophyten oder seltener als bodenbewohnende Pflanzen wachsen. Sie haben eine lange Geschichte in der Kultur und wurden über die Jahre in zahlreichen Farbschlägen und Größen gezüchtet.

Botanische Merkmale

Cymbidien sind immergrüne Pflanzen, die sympodial wachsen. Sie bilden dickere Stämme, sogenannte Pseudobulben, die mehrere Blätter tragen können. Diese Blätter sind langlebig und in zweireihiger Anordnung angeordnet. Die Blüten entstehen an unzweigigen Blütenstielen, die in der Regel aus der Basis des Pseudobulbs hervorkommen. Die Blütezeit reicht von Herbst bis Frühling und kann sich über viele Monate erstrecken. Die einzigartigen, kahnförmigen Blütenblätter verleihen der Pflanze ihren botanischen Namen.

Standort und Boden

Ein heller Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung ist für Cymbidien ideal. Im Innenbereich gedeihen sie gut auf einer nach Osten oder Westen ausgerichteten Fensterbank. Während des Sommers können sie auch im Freien platziert werden, sollten jedoch vor direkter Mittagssonne geschützt sein. Cymbidien benötigen eine gut durchlässige Bodenmischung, die leicht sauer bis neutral ist, mit guter Drainage, um Staunässe zu vermeiden.

Pflegepraxis

Die Pflege von Cymbidien erfordert regelmäßiges Gießen und Düngen. Während der Wachstumsphase sollten sie 1-2 mal pro Woche gegossen werden, wobei Staunässe vermieden werden muss. Eine hohe Luftfeuchtigkeit von 60 bis 80% ist förderlich. Im Winter reduziert sich der Wasserbedarf. Alle zwei Wochen sollte Orchideendünger verwendet werden, im Winter kann das Düngen auf alle vier Wochen reduziert werden.

Krankheiten und Schädlinge

Cymbidien sind anfällig für Schildläuse und Wollläuse, besonders in lichtarmen Zeiten. Bei Befall sollte die Pflanze mit einem weichen Tuch abgewischt und gegebenenfalls mit paraffinölhaltigen Mitteln behandelt werden. Die Pflanzen stärkt man zusätzlich durch gute Pflege und Vitalität.

Vermehrung

Cymbidien können durch Teilung der Pseudobulben vermehrt werden. Hierbei ist es wichtig, dass jedes abgeteilte Stück mindestens zwei bis drei gesunde Neutriebe besitzt. Die Vermehrung durch Samen ist ebenfalls möglich, jedoch komplizierter und erfordert spezielle Bedingungen.

Verwendung

Wegen ihrer schönen Blüten eignen sich Cymbidien ausgezeichnet als dekorative Zimmerpflanze oder im Garten in Topfkultur. Ihre Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig, und sie können gut mit anderen gefährdungsarmen Zimmerpflanzen kombiniert werden.

Bei der Haltung im Freien sollten Cymbidien schrittweise an die neuen Bedingungen gewöhnt werden, um Stress zu vermeiden.

Besonderheiten und Wissenswertes

Cymbidien sind für ihre kühlen Standortansprüche bekannt, die zur Blütenbildung beitragen. Sie brauchen eine Temperaturdifferenz zwischen Tag und Nacht zur Optimierung der Blütenbildung.

Häufige Fragen

Welche Cymbidium-Arten gibt es?

Es gibt zahlreiche Kultivare und Hybriden mit unterschiedlichen Blütenfarben und Wuchsformen.

Wann und wie oft sollte man Cymbidien umtopfen?

Ein Umtopfen sollte alle zwei bis drei Jahre erfolgen, idealerweise nach der Blüte.

Können Cymbidien im Freien überwintert werden?

Bei entsprechend mildem Klima und frostfreien Bedingungen können Cymbidien im Freien bleiben, benötigen jedoch Schutz.

Wie lange blühen Cymbidien?

Die Blühdauer liegt bei optimalen Bedingungen bei etwa acht bis zehn Wochen, können jedoch durch kühle Temperaturen verlängert werden.

Was ist die Ursache für abfallende Blüten?

Blüten können durch Standortwechsel, Zugluft oder Wassermangel abfallen. Auch Überwässerung kann Probleme verursachen.

Ein guter Tipp ist, Cymbidien nach dem Abfallen der Blüten nicht sofort zurückzuschneiden, um der Pflanze einen natürlichen Rückgang zu ermöglichen.

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