Alpenveilchen

Cyclamen persicum, besser bekannt als Alpenveilchen, ist eine bei Hobbygärtnern…

Cyclamen persicum, besser bekannt als Alpenveilchen, ist eine bei Hobbygärtnern beliebte Pflanze. Mit ihren bezaubernden Blüten, die in den kälteren Monaten des Jahres das Auge erfreuen, ist sie ein Highlight in vielen Haushalten und Gärten. Ursprünglich stammt sie aus den felsigen Hügeln und Wäldern von Gebieten zwischen der südlichen Türkei und dem Levanten.

Herkunft und Geschichte

Das Alpenveilchen hat seinen Ursprung in den Gebirgsregionen Südosteuropas und Westasiens. Es wächst auf natürlichen oder eingeführten Standorten, darunter Zypern, Griechenland und sogar einige Nordafrikanische Länder wie Algerien und Tunesien. Seine Geschichte als kultivierte Pflanze reicht bis ins 17. Jahrhundert in Frankreich zurück. Seit den 1860er Jahren wurde die Pflanzenzucht durch die Auswahl von Wildarten intensiviert, hauptsächlich durch gekreuzte Varianten der wilden Spezies.

Botanische Merkmale

Diese mehrjährige, krautige Pflanze kann Höhen von etwa 32 cm erreichen. Sie bildet herzförmige, fleischige Blätter mit helleren Markierungen auf ihrer Oberseite und einer oft grün-rötlichen Unterseite. Die Blüten, die einzeln an langen Stielen stehen, haben fünf kleine Kelchblätter und fünf nach oben gebogene Blütenblätter, die in Farben von weiß über hellrosa bis zu sattem Rosa variieren. Ihre Blütezeit reicht in den Winter und Frühlingsmonaten von Variationen wie var. persicum, während var. autumnale im Herbst blüht.

Wuchs und Besonderheiten

Als Speicher- und Ausdauerorgan bildet Cyclamen persicum eine Knolle, die angenehm korkig ist und eine wichtige Rolle bei der Überdauerung trockener Perioden spielt. Die Pflanzen ziehen während der Sommerhitze ihr oberirdisches Wachstum ein, um in der kühleren Jahreszeit erneut auszutreiben.

Standort & Boden

Am besten gedeihen Cyclamen in lichtdurchfluteten, halbschattigen Standorten ohne direkte Mittagssonne, idealerweise bei Temperaturen zwischen 12°C und 16°C. Der Boden sollte gut durchlässig sein, oft mit einem kalkhaltigen Charakter. Staunässe wird nicht gut vertragen und sollte unbedingt vermieden werden.

Pflegepraxis für Alpenveilchen

Das Gießen erfolgt idealerweise von unten, sodass Wasser nicht auf Blätter oder die Knolle gelangt. Ein Untersetzer gibt genügend Wasserzufuhr, während überschüssiges Wasser nach etwa 15 Minuten abgegossen werden sollte. Düngen Sie während der Hauptwachstumszeit, von September bis Mai, alle zwei Wochen mit einem Blühpflanzendünger. Ein Überwintern an einem schattigen, kühlen Ort kann das Frühjahrwachstum fördern.

Typische Pflegefehler

  • Übermäßiges Gießen: Dies kann zu Fäulnis der Knollen führen.
  • Zuviel Hitze: Kann die Blühdauer verkürzen und zu Vergilben führen.

Achten Sie darauf, welche Zeichen die Pflanze gibt, um helfen zu können, bevor es zu Problemen kommt.

Krankheiten & Schädlinge

Häufige Probleme sind Pilze wie Grauschimmel oder Fäule, die meistens bei zu feuchter oder zu warmer Umgebung auftreten. Eine Anpassung des Standorts und Gießrhythmus kann hier vorbeugen. Vermeiden Sie es, das Blattwerk beim Gießen zu benetzen.

Vermehrung des Alpenveilchens

Das Hauptverfahren zur Vermehrung ist die Aussaat von Samen. Eine Aussaat in speziellen Saatschalen mit transparenter Abdeckhaube bietet optimale Kultivierungsbedingungen für die Sämlinge. Eine weitere Methode besteht in der Teilung der Knolle.

Verwendung im Garten und Topf

Alpenveilchen sind beliebt in Gartenarrangements sowie Topfpflanzen für kühle Innenumgebungen. Ob als Herbsthighlight zwischen Staudenpflanzen oder dekorative Zimmerpflanze – der Einsatzbereich ist vielfältig.

Gärten Tipp: Pflanzen Sie Knollen für eine volle Blütenwirkung in Gruppen.

Häufige Fragen zum Alpenveilchen

  • Wie wird das Alpenveilchen richtig gegossen?
    Am besten von unten nur Wasser in den Untersetzer geben.
  • Wie vermehren sich Cyclamen durch Samen?
    Die kleinen Samen benötigen lichtdurchlässige Saatschalen und feuchte, aber nicht staunasse Erde.
  • Sind Alpenveilchen giftig?
    Ja, die Knolle und Blätter sind giftig. Achten Sie darauf, dass sie außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren stehen.
  • Können Alpenveilchen im Freien überwintern?
    Nur staudenartige Arten sind winterhart und können frostige Bedingungen im Garten überstehen.
  • Was tun bei schlaffen Blättern?
    Überprüfen Sie Wasserzufuhr und Standortsbedingungen auf ausreichend kühle Temperaturen und Feuchtigkeit.

Insgesamt zeichnen sich Alpenveilchen durch ihre pflegeleichten Merkmale aus, die sowohl Anfängern als auch erfahrenen Gärtnern Freude bereiten.

Pflanzen Wissen von

Pflanzen-Gewächshaus

Pflanzen-Wissen

Gewächshäuser für Pflanzen